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Verordnung über Honorare der Architekten- und Ingenieurleistungen - Neue HOAI 2013


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Neue HOAI 2013

7. Novelle der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure


Neue HOAI 2013 in Kraft!

 
Neue HOAI 2013: Seit 17.07.2013 in Kraft

Die HOAI 2013 ist seit 17. Juli 2013 in Kraft– Die neue HOAI wurde am 16.07.2013 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Damit ist sie am Tag nach ihrer Verkündung – also am 17. Juli 2013 – inkraft getreten.  Bundesanzeiger vom 16.07.2013

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Vorgeschichte der HOAI 2013

 
Neue HOAI 2013: Bundesrat stimmt zu

Der Bundesrat hat in seiner Plenarsitzung am 7. Juni 2013 der siebten Änderung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) zugestimmt - ohne Änderungen, und nicht ohne einige Kritikpunkte zu formulieren.  Bundesratsbeschluss zur HOAI 2013 - Drucksache 334/13(B)

Damit kann die HOAI 2013 kurzfristig in Kraft treten: Die neue HOAI tritt am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.
Quelle: BMWI - Rösler begrüßt Zustimmung der Länder zur HOAI

Das Bundeskabinett hatte bereits am 24. April den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vorgelegten Entwurf der HOAI 2013 verabschiedet. Die Verordnung bedurfte der Zustimmung des Bundesrates.
Entwurf der HOAI 2013 als Bundesrats-Drucksache 334/13 "Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen"   Quellen: BMWI  VBI.de  PBP  TGA-Fachplaner 

 
Zeitplan: Die 7. Novelle der HOAI, die "Neue HOAI 2013" soll im August 2013 in Kraft treten.

Trotz Verzögerungen soll die anstehende HOAI-Novellierung / HOAI 2013 bis zur Bundestagswahl 2013 abgeschlossen werden. Dazu hat der AHO Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. [ www.aho.de ] folgenden Zeitplan veröffentlicht:

    Reformvorhaben zur weiteren Novellierung der HOAI 2013 - modifizierter Zeitplan *
  • Überprüfung der HOAI-Struktur durch das BMWi (Gutachten), Abschluss bis Ende November 2012, Gutachten wurde am 10. Dezember 2012 übergeben.
  • Parallel Erstellen des Referentenentwurfs zur HOAI 2013
  • Ressortabstimmung: Februar 2013
  • Versand des Referentenentwurfs an die Länder und Verbände: März 2013
  • Kabinettsbeschluss zur HOAI 2013: April 2013
  • Entscheidung / Zustimmung Bundesrat: Mai/Juni 2013
  • In-Kraft-Treten: Juli/August 2013 (nach Veröffentlichung der HOAI 2013 im Bundesgesetzblatt)
* Stand 07.06.2013, siehe auch AHO Aktuelles

 
Bundeskabinett verabschiedet HOAI 2013

Auf Anfrage teilt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) am 26.04. 2013 mit:
 
"Die Bundesregierung hat am 24.4.2013 die vom BMWi vorgelegte siebte Änderung der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) beschlossen. Die HOAI regelt verbindlich die Mindest- und Höchstsätze für Planungsleistungen der Architekten und Ingenieure. Die Bundesregierung hat mit der Novelle der Verordnung alle von der HOAI umfassten Architekten- und Ingenieurleistungen in baufachlicher Hinsicht grundlegend und vollständig modernisiert und sämtliche Honorarsätze aktualisiert. Die Verordnung bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates." Quelle: BMWi per Email

 
Kommentar im TGA Fachplaner zum Referentenentwurf zur HOAI 2013

Einen sehr lesenswerten Kommentar zum Referentenentwurf der HOAI 2013 hat Jochen Vorländer in der April-Ausgabe des TGA Fachplaner veröffentlicht:
 
"Verordnetes Dumping soll beendet werden. Ein Gutachten hat es nun quasi amtlich gemacht: Die Honorare der HOAI sind seit 1996 geschrumpft und nicht mehr auskömmlich. Der Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums will das nun korrigieren – und erzürnt gleichzeitig viele Ingenieure. Quelle / weiterlesen bei TGA Fachplaner

 
Ingenieure kritisieren BMWi und fordern vom Bundesrat eine Korrektur am Entwurf ihrer Honorarordnung (HOAI 2013)

Die Bundesingenieurkammer übt scharfe Kritik am BMWi, insbesondere wegen der im Referentenentwurf zur HOAI 2013 fortgeschriebenen Ausgliederung wesentlicher Planungsleistungen aus dem verbindlich geregelten Teil der HOAI:
 
09.04.2013 - Kurz vor Ende der laufenden Legislaturperiode steht die seit 2009 vom Bundesrat geforderte Reform der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) auf der Zielgeraden und soll im Juni 2013 im Bundesrat abschließend behandelt werden.
 
Nach Bekanntwerden der Pläne von Bundeswirtschaftsminister Rösler kritisiert die Bundesingenieurkammer auf das Schärfste, dass das BMWi offensichtlich nicht gewillt ist, die im Jahr 2009 getroffene Fehlentscheidung über die Ausgliederung wesentlicher Planungsleistungen in den unverbindlichen Teil der HOAI zu korrigieren.
 
Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, sagte dazu in Berlin: "Trotz einiger richtiger Ansätze ignoriert das BMWi in seinem Referentenentwurf zur HOAI 2013 nicht nur wesentliche und sachlich begründete Anliegen der Architekten- und Ingenieure. Es setzt sich außerdem auch über Beschlüsse des Bundesrates, der Wirtschaftsminister- und der Bauministerkonferenz der Länder hinweg."
 
[...] Für die Bundesingenieurkammer ist die willkürliche Herausnahme wesentlicher Planungsleistungen aus dem verbindlich geregelten Teil der HOAI eine nicht hinzunehmende Diskriminierung des Berufsstandes, von dem ca. ein Drittel aller Ingenieurbüros existenziell betroffen sind. "Die immer weiter steigenden Anforderungen an die Qualifikation von Ingenieuren und die Qualität von Ingenieurdienstleistungen rechtfertigen keine Aufteilung in Leistungen erster und zweiter Klasse", fasste Kammeyer das Meinungsbild der deutschen Ingenieure zusammen.
 
Die Bundesingenieurkammer fordert deshalb den Bundesrat auf, noch im Juni 2013 einen korrigierenden Beschluss zu den Vorschlägen des BMWi zu fassen. "Es gibt mehrere Bundesländer, die bereit sind, unsere Positionen im Bundesrat einzubringen und wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen, dass es über den Bundesrat zu einer Kurskorrektur kommt. Quelle: Pressemitteilung der Bundesingenieurkammer zum Referentenentwurf der HOAI 2013 (pdf)

 
Referentenentwurf zur HOAI 2013 veröffentlicht

11.03.2013 - Mit Schreiben vom 06.03.2013 hat das BMWi den Referentenentwurf der neuen HOAI 2013 den Verbänden und Kammern zur Stellungnahme vorgelegt. Diese waren aufgefordert, kurzfristig ihre Stellungnahmen zum Referentenentwurf abzugeben. Am 21. März 2013 hat im BMWi die Verbändeanhörung zur HOAI-Novelle stattgefunden. BMWi Referentenentwurf zur HOAI 2013 (pdf)

 
AHO, BAK und BIngK: Resolution zur Novellierung der HOAI (HOAI 2013)

Berufsstand der Architekten und Ingenieure fordert Rückführung von Planungsleistungen in den verbindlichen Teil der HOAI:
 
04.03.2013 - Der Berufsstand der Architekten und Ingenieure fordert das BMWi mit großem Nachdruck auf, die Maßgaben des Bundesratsbeschlusses vom 12.06.2009 (Drucksache 395/09) sowie die einstimmigen Beschlüsse der Konferenzen der Bauminister und der Wirtschaftsminister der Bundesländer zur Reform der HOAI umgehend umzusetzen, damit der Zeitplan für die Novellierung in dieser Legislaturperiode eingehalten werden kann. Die Rückführung der derzeit in der unverbindlichen Anlage 1 HOAI 2009 aufgeführten Planungsleistungen sowie die Leistungen der Örtlichen Bauüberwachung für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen (derzeit Anlage 2 Ziffer 2.8.8 HOAI 2009) in den verbindlichen Teil der HOAI ist für den Berufsstand der Architekten und Ingenieure eine zentrale Forderung für die HOAI Novelle 2013. Nicht nur Architekten und Ingenieure, sondern auch öffentliche und private Auftraggeber sehen die Rückführung der genannten Planungsleistungen als Notwendigkeit für rechtssichere Vergaben und die Auftragsabwicklung an. Die derzeitige unverbindliche Zuordnung führt in der Praxis zu Unsicherheiten und deutlichem Mehraufwand bei der Vergabe dieser Leistungen, zu Problemen bei der Angebotsauswertung, zu Qualitätseinbußen aufgrund des gesteigerten Preiswettbewerbs und stark sinkender Honorare sowie zu einer deutlichen Zunahme von Nachträgen.
 
Mit großem Unverständnis hat der Berufsstand der Architekten und Ingenieure die Ankündigung des Parlamentarischen Staatssekretärs im BMWi Hans-Joachim Otto anlässlich des Parlamentarischen Abends der Bundesingenieurkammer am 19.02.2013 aufgenommen, dass die Leistungen für Umweltverträglichkeitsstudien, Thermische Bauphysik, Schallschutz und Raumakustik, Bodenmechanik, Erd- und Grundbau sowie Vermessungstechnische Leistungen (derzeit Anlage 1 HOAI 2009) im Verordnungsentwurf zur HOAI 2013 nicht in den verbindlichen Teil aufgenommen werden sollen. Begründet wurde die Ankündigung des BMWi mit den in ihrem Gehalt nicht näher ausgeführten angeblichen Bedenken der EU-Kommission gegen eine solche Rückführungsentscheidung, der bis 2009 verbindlich geregelten Planungsleistungen.
 
Der Berufsstand der Architekten und Ingenieure weist eindringlich darauf hin, dass die mit der HOAI-Novellierung 2009 eingeführte, nur für Inländer geltende HOAI aus europarechtlicher Sicht unbedenklich ist. Das Diskriminierungsverbot, die Dienstleistungsfreiheit und die Regelungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie sind auf rein innerstaatliche Sachverhalte nicht anwendbar. Diese Rechtslage wurde durch die wissenschaftlichen Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer mit Sitz in Brüssel und der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages im Jahr 2008 bestätigt und mit der Novellierung der HOAI 2009 (so genannte "Inländer-HOAI") in Kraft gesetzt. Damit wurden die europarechtlichen Vorgaben der EU-Dienstleistungsrichtlinie vollständig umgesetzt. Angesichts der unveränderten Rechtslage ist die angekündigte Ablehnung unter Anführung undefinierter europarechtlicher Bedenken nicht haltbar. In einer aktuellen Stellungnahme hat die Brüsseler Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer bestätigt, dass einer Rückführung von Planungsleistungen in den verbindlichen Teil der HOAI keine europarechtlichen Gründe entgegenstehen. Quelle: Resolution von AHO, BAK und BIngK zur HOAI 2013

 
DeutscherAnwaltVerein - Stellungnahme zur HOAI-Novellierung

04.04.2013 - Der DAV hat durch seinen Ausschuss für Privates Bau- und Architektenrecht zum Referentenentwurf zur Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Stellung genommen.
U.a. äußert sich der DAV zur Bedeutung von Baukosteneinsparungen durch präziser umschriebene Planungsleistungen, zur Problematik der Definition für Kostenschätzung und Kostenberechnungen angesichts einer regelmäßigen Anwendung der DIN 276 mit abweichender Begrifflichkeit. Außerdem schlägt der DAV die vollständige Streichung der Leistungsphase 9 sowie eine Reihe von Änderungen für die Grundleistungen der Leistungsphasen 6 und 7 vor. Für die planerische Berücksichtigung mitzuverarbeitender Bausubstanz (Bauen im Bestand) fordert der DAV die Einführung konkreter Bewertungsmerkmale. Besondere Leistungen sollen gesondert und zusätzlich zu vergüten sein, wenn ansonsten die Mindestsätze der HOAI vereinbart sind. Quelle: Stellungnahme des DAV zur HOAI 2013

 
Das steht im Honorargutachten zur HOAI 2013

13.02.2013 - 18,87 Prozent Honorarerhöhung im Schnitt schlagen die Gutachter vor.
Seit dem 11. Februar 2013 sind die beiden - über 600-seitigen - Honorargutachten zur HOAI 2013 öffentlich zugänglich. Die Zeitschrift Planungsbüro professionell fasst die wesentlichen Aussagen zusammen: Allgemeine Honorarempfehlungen zur HOAI 2013

 
AHO-Mitgliederinformation vom 13.01.2012:
zum Stand der HOAI-Novellierung

In einer Mitgliederinformation informiert der AHO über den aktuellen Sachstand zur weiteren Novellierung der HOAI 2009, i.B. über die Entwicklung seit der AHO Herbsttagung:

13.01.2012 – Das BMWi hat wie angekündigt das Gutachten europaweit mit einer Abgabefrist bis zum 29.12.2011 ausgeschrieben. Gemäß der Ankündigung des BMWi, einen möglichen Zeitverzug durch eine Verkürzung der Bearbeitungszeit und eine Begrenzung des Gutachtens auf die honorastrukturellen Parameter zu kompensieren, ist der Untersuchungsbereich eingeschränkt worden.

"Erwartet wird die Untersuchung des Aktualisierungsbedarfs zur Honorarstruktur aller aktualisierten Leistungsbilder der HOAI (einschließlich der Anlage 1) in tatsächlicher Hinsicht. Im Rahmen dieser Untersuchung erfolgt eine Evaluierung der Honoraranpassung der letzten HOAI-Novelle von 2009. Abhängig von den Untersuchungsergebnissen sind Vorschläge zur Überarbeitung der Honorarsätze zu unterbreiten, d.h. eine Anpassung der Honorarsätze nach oben oder unten."

Die Dauer der Begutachtung soll ca. neun Monate ab Auftragsvergabe betragen. Spätester Abgabetermin ist der 30.11.2012.

Parallel dazu wird das BMWi an der Aufstellung des Referentenentwurfs arbeiten. Der Novellierungsprozess soll im Frühjahr 2013 abgeschlossen werden.

Der auf der AHO-Herbsttagung verkündete Zeitplan wurde am 11.01.2012 seitens des BMWi nochmals bestätigt.

Quelle: AHO-Mitgliederinformation [ PDF - Download: via www.AHO.de]   

 
AHO Herbsttagung 2012: Stand der HOAI-Reform / HOAI 2013

Bei der Umsetzung der anstehenden HOAI-Novellierung - HOAI 2013 - gibt es zwar Verzögerungen, der Zeitplan soll aber dennoch eingehalten werden. Das ist einer Pressemitteilung zu entnehmen, die der AHO nach seiner Herbsttagung am 01.12.2011 herausbrachte:

02.12.2011 – Mit einem deutlichen Bekenntnis zur Reform der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) in dieser Legislaturperiode bis zum Jahr 2013 eröffnete der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Ernst Burgbacher MdB die traditionelle AHO-Herbsttagung am 01.12.2011 vor mehr als 200 Gästen im Ludwig Erhard Haus Berlin. „Der Zeitplan sei ehrgeizig, aber machbar“ betonte Burgbacher und räumte gleichzeitig eine Verzögerung bei der Vergabe des BMWi- Honorargutachtens ein, das neu ausgeschrieben werden muss. Durch eine Straffung der Ausschreibung und eine Beschränkung der Untersuchung auf honorarrelevante Parameter soll der eingetretene Zeitverlust wettgemacht werden. Der Staatssekretär versicherte die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit dem AHO und unterstrich das gemeinsame Ziel, mit einer zukunftsfähigen HOAI einen Interessenausgleich aller am Planungsprozess Beteiligten sicherzustellen. Dieser Zielstellung schloss sich der Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Ministerialdirektor Josef Poxleitner, in seinem Grußwort in vollem Umfang an. Er werde die Umsetzung des Bundesratsbeschlusses vom 12.06. 2009 zur Novellierung der HOAI weiterhin aufmerksam begleiten, kündigte Poxleitner an.

Der AHO-Vorstandsvorsitzende Ernst Ebert unterstrich, dass die Einhaltung des ohnehin straffen Zeitplanes bis 2013 von zentraler Bedeutung für den Erfolg des Reformprozesses ist. Nachdem die baufachliche Aktualisierung und Modernisierung der Leistungsbilder der HOAI im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) fristgerecht abgeschlossen werden konnte, ist nun das BMWi am Zug, das angekündigte Gutachten zur Überprüfung der Honorarstruktur und zur erforderlichen Anpassung der Honorartafeln schnellstmöglich zu beauftragen. Professor Lechner, der den Evaluierungsprozess im BMVBS begleitet hat, gab einen Einblick in die Zwischenergebnisse und unterstrich vor allem die wirtschaftlichen Vorzüge der HOAI als effizientes Einkaufssystem für Planungsleistungen.

Erneut im Fokus der Diskussion stand die noch immer offene politische Grundsatzfrage über die Rückführung der Leistungen für Umweltverträglichkeitsstudien, Thermische Bauphysik, Schallschutz und Raumakustik, Bodenmechanik, Erd- und Grundbau sowie Vermessungstechnische Leistungen (ehemals Teile VI, X-XIII HOAI 1996) in den verbindlichen Teil der HOAI. Ebert forderte nachdrücklich eine baldige politische Grundsatzentscheidung in dieser für den AHO zentralen Frage und verwies auf zwei vorliegende wissenschaftliche Gutachten. Darin wurde fachlich fundiert belegt, dass diese Planungsleistungen untrennbar zum originären Planungsprozess gehören.

Dringenden Handlungsbedarf hat auch der AHO-Bürokostenvergleich 2010 aufgezeigt. Die Honorarsituation der Architektur- und Ingenieurbüros hat sich im Vergleich zum Jahr 2009 trotz guter Auftragslage nicht signifikant verbessert. Die Bürostundensätze sind weiterhin auf niedrigem Niveau. Dagegen öffnet sich die Schere zwischen Kosten und Ertrag immer weiter, die Umsatzrendite der Büros sank im Durchschnitt noch einmal von 3,4 Prozent im Jahr 2009 auf aktuell nur noch 2,2 Prozent. Etwa 40 Prozent der Büros, darunter vorwiegend kleinere, schreiben rote Zahlen. Damit haben Ingenieure trotz stets steigender Anforderungen mit Abstand die rote Laterne im Gehaltsvergleich der Ingenieurberufe, konstatierte Ebert und bekräftigte die Notwendigkeit einer deutlichen Anhebung der Tafelwerte im Zuge der HOAI-Novellierung. Andernfalls werde sich der Exodus von am Bau tätigen Ingenieuren in die Industrie weiter verstärken.

Quelle: Pressemitteilung AHO Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. [ PDF - Download: via Ingenieurkammer Thüringen]   

 
AHO: Endversion des Evaluationsberichts zur HOAI mit Synopsen nun verfügbar

27.09.2011 - Der am 06.09.11 zunächst in einer vorläufigen Fassung veröffentlichte Abschlussbericht zur Aktualisierung der Leistungsbilder der HOAI ist jetzt nun in einer abschließenden Ausführung veröffentlicht worden.

Der Abschlussbericht zur Evaluierung der HOAI wurde unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Univ. Prof. Dipl.-Ing. Architekt Hans Lechner und der Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Zusammenarbeit mit Vertretern der öffentlichen Auftraggeber des Bundes, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände, der Deutschen Bahn AG und Vertretern des Ausschusses der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. (AHO), der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Bundesingenieurkammer (BlngK) erarbeitet.

  • Abschlussbericht (PDF)
  • Synopse - Wesentliche Aspekte des Abschlussberichts des BMVBS zur Novellierung der HOAI 2009 (PDF)
  • Synopse - Wesentliche Forderungen des Berufsstandes der Ingenieure und Architekten sowie Zwischenergebnisse nach Vorlage des Abschlussberichts BMVBS (PDF)
[ Quelle / PDF - Downloads: www.werner-baurecht.de]   

 
Abschlussbericht zur Evaluierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

6.9.2011 - Der Abschlussbericht zur "Evaluierung der HOAI | Aktualisierung der Leistungsbilder" liegt vor. Der Bericht stellt einen vorläufigen Zwischenstand dar und bildet die Basis für die Ausschreibung der Gutachten zur Novellierung der HOAI.

[ Quelle: Ingenieurkammer Sachsen]    [ Download pdf: Abschlussbericht Evaluierung HOAI]

 
AHO: 7. HOAI-Novelle kommt im Jahr 2013

Berlin 6.5.2011 - Anlässlich der Mitgliederversammlung des AHO Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e.V. am 5. Mai 2011 hat der AHO- Vorstandsvorsitzende Ernst Ebert die positive Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstrichen. Mit den umfangreichen Arbeiten zur Aktualisierung und Modernisierung der HOAI-Leistungsbilder steht der Abschluss des ersten Teils der 7. HOAI-Novelle unmittelbar bevor. Für praxisrelevante Bereiche wie z. B. Planen im Bestand, Örtliche Bauüberwachung für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen, Städtebaulichen Entwurf, Brandschutz sowie die erhöhte Vergütung der Ausführungsplanung bei Wasserbauwerken zeichnen sich tragfähige Lösungen ab. Ab Mitte dieses Jahres wird das BMWi ein Gutachten zur Honorarhöhe und -struktur beauftragen, das Mitte 2012 vorliegen soll.

Ausgegliederte Planungsleistungen rückführen

Der AHO-Vorsitzende forderte erneut nachdrücklich die Rückführung der Planungsleistungen für Umweltverträglichkeitsstudien, Thermische Bauphysik, Schallschutz und Raumakustik, Leistungen für Bodenmechanik, Erd- und Grundbau sowie Vermessungstechnische Leistungen (ehemals Teile VI, X bis XIII HOAI 1996) in den verbindlichen Teil der HOAI. "Die Herausnahme dieser Ingenieurleistungen als sogenannte Beratungsleistungen aus dem Regelungsbereich der HOAI ist fachlich nicht zu rechtfertigen und hat erhebliche Verwerfungen bei der Qualität der Vergabe und der Honorierung dieser Leistungen erzeugt" betonte Ebert und verwies auf zwei wissenschaftliche Gutachten der TU Darmstadt. Damit wurden die Prüfaufträge des Bundesrates vom 12.6.2009 zur Rückführung der ausgeliederten Planungsleistungen fachlich in vollem Umfang belegt. "Die Bundesregierung müsse nun in dieser zentralen Frage Farbe bekennen", unterstrich der AHO-Vorsitzende. Die 7. HOAI-Novelle soll bis 2013 abgeschlossen sein.

Durch Honorarerhöhung Nachwuchs sichern

Mit Blick auf die Zukunft der Ingenieure und Architekten warnte Ebert besonders vor einem weiteren Anwachsen der Ingenieurlücke in Deutschland. Im März 2011 waren 66.000 Ingenieurstellen nicht besetzt. Diese Entwicklung macht vielen Büros zu schaffen. "Nur mit einem attraktiven und auskömmlichen Gehalt kann der dringend erforderliche Nachwuchs in den Ingenieur- und Architekturbüros gewonnen werden" mahnte der AHO-Vorsitzende und appellierte an die Politik, die Honorarsätze der HOAI nun endlich marktgerecht anzupassen. Die Honorarsätze der HOAI wurden seit 1996 einmalig pauschal um 10 Prozent angehoben.

[ Quelle: Pressemitteilung AHO 05.05.11]
 
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